Maximilian Kolbe

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Maximilian Kolbe – Namensgeber unserer Schule
Im Schreiben der Bezirksregierung vom 24.4.1979 wurde der Schule für Lernbehinderte in Bad Hönningen gestattet, den Namen des polnischen Minoritenpaters Maximilian Kolbe zu tragen. Dieser hatte als Häftling im nationalsozialistischen Konzentrationslager Auschwitz sein Leben für das eines mit inhaftierten Familienvaters hingegeben. Pater Maximilian Kolbe wurde am 28.5.1941 von der deutschen Besatzungsmacht wegen seines unmissverständlichen Glaubensbekenntnisses in das Konzentrationslager Auschwitz abtransportiert. In der Haft wurde er von hohem Fieber und Tuberkulose befallen. Niemals zeigte er Hass gegen seine Unterdrücker. Ende Juli 1941 war einem Mithäftling bei Feldarbeiten die Flucht gelungen. Als Abschreckungs- und Vergeltungsmaßnahme wurde über 10 Mithäftlinge die Todesstrafe verhängt, die durch Auszählen bestimmt wurden. Das Los traf auch einen polnischen Familienvater, den Pater Maximilian Kolbe nicht kannte. Trotzdem trat er aus der angetretenen Reihe hervor und erbot sich, an die Stelle des zum Tode Verurteilten treten zu dürfen, da dieser Frau und Kinder habe. Der Kommandant nahm das Opfer an. Der Familienvater kehrte in die Reihe zurück und Pater Maximilian Kolbe nahm den Platz des Verurteilten ein In der Geschichte des Lagers Auschwitz ist dies der einzige bekannte Vorgang, bei dem ein Häftling sein Leben für das eines anderen hergab.