Die Maximilian-Kolbe-Schule freut sich über einen ganz besonderen Neuzugang: Zum neuen Schuljahr bereichert Schulhund Jeppe offiziell unseren Schulalltag. Der freundliche, zweijährige Labrador-Rüde lebt bereits seit einem Alter von etwa acht Wochen bei der Familie von unserer Kollegin Judith Grathoff und ist der Schule längst kein Unbekannter mehr. Schon mit etwa drei Monaten durfte Jeppe die Maximilian-Kolbe-Schule zum ersten Mal besuchen, um die neue Umgebung kennenzulernen. Seitdem war er immer wieder zu Gast und konnte Schritt für Schritt Erfahrungen im schulischen Umfeld sammeln.
In den vergangenen beiden Schuljahren gehörte Jeppe schließlich fast immer zur im Schuljahr 2024/2025 neu gegründeten Hunde-AG. Dort begeisterte er die Schülerinnen und Schüler mit seiner ruhigen, freundlichen und aufgeschlossenen Art und zeigte bereits, wie bereichernd ein Hund den Schulalltag begleiten kann.

BLIND

Unser Schulhund

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1. Stressreduktion und Verbesserung der Lernatmosphäre
Die Anwesenheit von Tieren führt bei vielen Kindern zur einer Reduktion von Stress. Dies ermöglicht vor allem recht angespannten Kindern, den Unterricht entspannter zu erleben und so besser lernen zu können (vgl. Beetz, A., S.73) „Zudem unterstützen Hunde als soziale Katalysatoren die Sozialbeziehungen in der Klasse und können so zu einem guten Lernumfeld (…) beitragen“ (ebd.).

2. Beziehungsförderung
Ein Hund wirkt sich oft positiv auf das Bindungsverhalten aus (vgl. ebd., S. 94), sodass die Kinder dadurch eine sichere Bindung erfahren, die ihnen Halt gibt, und sich damit positiv auf das Lernen auswirkt. Dies ist besonders förderlich für nicht sicher gebundene Kinder, wovon eine Vielzahl unsere Schule besucht.

3. Förderung der Selbstwirksamkeit und des Selbstbewusstseins
„Die Erfahrung von dem Tier gemocht, gebraucht und akzeptiert zu werden, stärkt das Selbstbewusstsein der Schüler“ (Heyer und Klocke, S. 21). In den Übungen mit dem Hund, die gemeinsam mit den SchülerInnen durchgeführt werden, sollen vor allem die Aufgaben und Kommandos wiederholt werden, die der Hund bereits gelernt hat. Dadurch sollen diese in der Regel gelingen, sodass sich die SchülerInnen als positiv und wirksam erfahren. Dadurch kann sich das Selbstbewusstsein der Kinder erhöhen.

Als ausgebildetes Schulhund-Team werden Judith Grathoff und Jeppe künftig in ausgewählten Unterrichtssituationen und Projekten eingesetzt. Schulhunde können auf vielfältige Weise zu einem positiven Lernklima beitragen: Sie fördern den respektvollen Umgang miteinander, stärken soziale Kompetenzen, wirken beruhigend und können die Lernmotivation der Schülerinnen und Schüler steigern. Gleichzeitig lernen die Kinder einen verantwortungsvollen und achtsamen Umgang mit Tieren.
Gemeinsam mit Frau Grathoff hat Jeppe erfolgreich die Schulhundausbildung an der Fachschule für Therapiebegleithunde „Rheingebell“ abgeschlossen. In dieser Ausbildung wurden Mensch und Hund intensiv auf ihren gemeinsamen Einsatz in der Schule vorbereitet.
Ein Labrador ist ein idealer Schulhund, weil er freundlich, geduldig und lernfreudig ist. Seine ruhige und einfühlsame Art kann Kindern Sicherheit geben und eine positive Lernatmosphäre schaffen. Durch seine Menschenbezogenheit unterstützt er die Kinder beim Lernen und fördert gleichzeitig Freude und Vertrauen im Schulalltag.
1. Beetz, Andra (2015): Hunde im Schulalltag. Grundlagen und Praxis. Ernst Reinhard Verlag
2. Heyer, Meike und Kloke, Nora (2013): Der Schulhund. Eine Praxisanleitung zur hundegestützten Pädagogik im Klassenzimmer
3. rheingebell.de